Salbei – Heilpflanze des Jahres 1998

Bei den keltischen Druiden galt Salbei (Salvica officinalis), als das Kraut welches Tote zum Leben erweckt. Passend dazu auch die Engländer, welche dem Salbei lebensverlängernde Eigenschaften zuschreiben. Gleichzeitig gehört Salbei jedoch auch zu den drei Henkerskräuter, welche dem Henker inneren Abstand und einen ruhigen, klaren Geist beschafft. Tod, Leben und Wiedergeburt sind somit sehr nah bei einander.

Ein Salbeibusch wachst angeblich nur bei einem Weisen oder wo eine Frau die Herrin im Hause ist. Zudem bewahrt es Kirchgänger vor dem Einschlafen in der Predigt und übermittelt die Botschaften der Seele und der geistigen Welt ans Selbst.

Einige Salbei-Arten (z.B. Salvia divinorum) wirken, wegen dem Wirkstoff Salvinorin A, psychoaktiv und berauschend. Deshalb wird Salbei in vielen schamanischen Riten oder zum Räuchern eingesetzt.

Droge 1
Salviae folium & Salviae aetheroleum
Pflanzenfamilie
Lippenblütler (Lamiaceae)
Inhaltsstoffe
Ätherisches Öl (Thujon, Cineol, Campher),  Gerbstoffe, Bitterstoffe, Flavonoide, Harze, Salvinorin A (nicht bei allen Salbeiarten enthalten)
Anwendungsmöglichkeiten
Tee, Tinktur, Salben, Cremes, Bäder, Seifen, Kosmetika, Massageöl, Räucherung, Inhalation, Duftlampe, Gewürz, Essig, Salz
Wirkung
Entzündungshemmend, antimikrobiell, antiviral, adstringierend, karminativ, spasmolytisch, antioxidativ, schweisshemmend, desinfizierend, keimtötend, Insulinbildung anregend, antinozizeptiv
Indikation
Salbei unterstützt das KehlkopfchakraHauptbereich: 2 3

  • Entzündungen im Mund- & Rachenraum, Halsschmerzen, Zahnfleischbluten, starkes Schwitzen, Wallungen, Verdauungsbeschwerden, äusserlich bei Fieberbläschen, Abstillen, Wechseljahre, PMS
Weitere Bereiche: 4 5 6 7  8

  • Gegen Viren: SARS, HSV, HIV
  • Gegen Bakterien: Streptococcus, Staphylococcus aureus (MRSA)
  • Muskatellersalbei (Salvia sclarea) wirkt durch die Modulation der Dopamin-Aktivität antidepressiv. Vermutlich ist auch beim Salvia officinalis eine entsprechende Wirkung zu finden.
  • Chronisches Schmerzsyndrom
Humoraltherapie: 9

  • Humorale Qualität: kühlend 2-3° wärmend 3°; trocknend 2-3° befeuchtend/nährend 3°
  • befeuchten / nähren und wärmen: Östrogenmangel, Unfruchtbarkeit, Müdigkeit, Energiemangel, Hypotonie, Blasenschwäche, Impotenz, Frigidität, Neurasthenie, Menstruation, Kopfschmerzen, Muskelkrämpfe, Bauchkrämpfe, Autoimmunerkrankungen, Dyspnoe, Borborygmus, Diabetes mellitus
  • befeuchten / nähren und kühlen: Psychosomatische Herzbeschwerden, Angst, Unruhe, Nervosität, Wechseljahre, Hitzewallung, Nachtschweiss / Schwitzen, Hyperthyreose, Schilddrüsenüberfunktion, sexuelle Begierde übermässig
Nach Pfarrer Künzle: 10

  • Innerlich: Nierenstärkend, Blasenstärkend, Gehirnstärkend, Magenstärkend, Nachtschweiss, Wechseljahre, Schnupfen, Katarrh, Lungenstärkend, Gicht, Krämpfe, Schlaganfall, Grippe
  • Äusserlich: Hauterkrankungen, Haarwäsche, gegen Läuse, Kinderlähmung (Bäder), Zittern (Tremor), Zähne, Mundgeruch
  • Inhalation: Engegefühl in der Brust
  • Besonderes: Gurgelwasser ist besonders hilfreich für Sänger; bei Durchfall und Ruhr (bakterieller oder parasitärer Darminfekt) in Kombination mit Wermut
Räuchern: 11 12 13

  • Albträume, Ängste, Panikattacken, Furcht, Phobie, Schock, Trauma, Zwang, Lampenfieber, Frau sein dürfen, Helfersyndrom, Homosexualität akzeptieren, Kinderlosigkeit, innerer Friede, Dankbarkeit, Demut, Stabilität, Entscheidung treffen, im Hier und Jetzt leben, Neubeginn, Transformation, Verantwortung übernehmen, Alzheimer, Demenz, Parkinson, Süchte
  • Akne, Niedriger Blutdruck, Verdaunngsbeschwerden, Erkältung, Entzündungen, Leberbeschwerden, Lungenbeschwerden, Migräne, Zahnbeschwerden, hat keimtötende Wirkung in Räumen
  • Basisräucherpflanze, schamanische Ritualpflanze, Reinigungszeremonien für den Körper, Geist, Seele und die Umgebung
Kontraindikation
Bei Einnahme in der Schwangerschaft, Stillzeit, Säuglinge, Kleinkinder
Nebenwirkung
Magen-Darm-Beschwerden (Thujon)
Astromedizin 14
Jupiter, Uranus, Pluto
Element Feuer
Lügen
Falscher Zungen
Vernebeln den Verstand
Geist, zielsicher führend zur
Anderswelt
Der Salbei - Priska Hitz, 05.11.2016

Quellverzeichnis

  1. Maja Dal Cero: Unsere Heilpflanzen. Ott der Sachbuchverlag, Bern 2009, ISBN 978-3-7225-0091-1
  2. Ursel Bühring: Praxis-Lehrbuch Heilpflanzenkunde. Haug Verlag, Stuttgart 2014, ISBN 978-3-8304-7749-5
  3. PharmaWiki: http://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=salbei
  4. PubMed: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18355409 
  5. PubMed: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26668706
  6. PubMed:https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27770682 
  7. PubMed: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20441789
  8. PubMed: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=salvia+officinalis+Antinociceptive
  9. Therapeutika: https://www.therapeutika.ch/Salvia+officinalis 
  10. Johann Künzle: Das grosse Kräuterheilbuch. Originalausgabe von 1967, ISBN 978-3-491-96162-3
  11. Christian Rätsch: Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen.  AT-Verlag, Aarau 2016 13. Auflage,  ISBN 978-3-03800-352-6 
  12. Annemarie Herzog: Die Räucher-Apotheke für die Seele. Schirner Verlag, Darmstatt 2015, ISBN 978-3-8434-1203-2 
  13. Annemarie Herzog: Die Räucher-Apotheke für den Körper. Schirner Verlag, Darmstatt 2014, ISBN 978-3-8434-1164-6 
  14. Manfred M. Junius: Pflanzenalchemie – ein praktisches Handbuch. AT-Verlag, Aarau 2016, ISBN 978-3-03800-893-4 

Über Priska Hitz

Heilpraktikerin TEN, psychologische Beraterin & eidg. Organisatorin FA
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