Die Alchemisten nutzen die Melisse für ihren Trank des Goldes: «Es ist warm und trocken, wie das Feuer, und wärmt die Körper; es ist aber auch kalt und feucht, wie das Wasser, und kühlt die hitzigen Krankheiten. Es vermag vor Verwesung zu bewahren, und wenn es tote Körper erhalten kann, sollte es dieses nicht um vieles mehr bei lebendigen können?». Die hermetischen Philosophen sind überzeugt, dass die Materie in bestimmten Kräutern zu suchen ist, dazu zählt unter anderem die Melisse.

Melisse besteht besonders eng in Beziehung mit der Venus. Es erinnert uns daran die Zeit anzuhalten und die Schönheit des Lebens zu geniessen.

Bienen meiden nie einen Garten, welcher Melisse enthält.  Daher stammt auch die lateinische Bezeichnung Melissa für «die Biene».

Beim Räuchern schenkt uns die Melisse angenehme und entspannte Träume. Sie hilft uns die wahre Liebe zu finden und erhöht die Chancen auf Erfolg. Ausserdem hilft sie beim einschlafen und entspannen.

Melisse

Therapeutische Informationen

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Die Melisse gehört zu den Lippenblütlern (Lamiaceae).

Verwendet wird das Kraut (Melissae folium) und das ätherische Öl (Melissae aetheroleum). Allerdings können durchaus auch die Blüten (Melissae flos) genutzt werden.

Mögliche Inhaltsstoffe

Die Melisse erkennt man bereits am Duft, was auf ätherische Öle hinweist.

  • Ätherische Öle (Menthol, Citronel)
  • Gerbstoffe (Rosmarinsäure), Flavonoide, Bitterstoffe
  • Vitamin C

Anwendung und Wirkung

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GalenikBeschreibung
AnwendungsformGewürz, Essig, Salz, Zucker, Süssigkeiten, Pesto, Kompott, Sauce, Tee, Tinktur, Wein, Likör, Salben, Cremes, Bäder, Seifen, Kosmetika, Massageöl, Räucherung, Inhalation, Duftlampe, Duftsäckchen, Bienenfutterpflanze im Garten
WirkungBeruhigend, entspannend, verdauungsfördernd, krampflösend, antimikrobiell, antiviral, schweisstreibend, Karminativ, magenstärkend, antioxidativ, antidepressiv, angstlösend
IndikationNervöse Unruhezustände, Angst, Depression, Angespanntheit, Reizbarkeit, Schlafstörungen, Magen-Darm-Trakt, Appetitlosigkeit, Wechseljahre, ADHS, Autismus, Stress, Tinnitus
NebenwirkungKeine Bekannt

Weitere Anwendungsbereiche

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  • Gegen Viren: Herpes simplex, Herpes labialis, Influenza, HIV, Epstein-Barr
  • Gegen Bakterien: Streptococcus, Staphylococcus aureus (MRSA), E. Coli, Bartonella, Babesia, Mycoplasma pneumoniae, Chlamydophila pneumoniae, Clostridien
  • Gegen Pilze: Candida

Melisse erhöht zusammen mit Lavendel die Haltbarkeit und den Balaststoffgehalt von Brot und reduziert stark den Befall von Pilzen und Bakterien bei der Lagerung von Brot

Was sagt Pfarrer Küenzle zur Melisse?

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  • Innerlich: Nervenstärkend, Herzstärkend, Magenstärkend, Herzbeklemmung, Schwindel, Schwermut, Migräne, Schleimhaut
  • Äusserlich: Hautunreinheiten
  • Besonderes: Pfefferminz-Melissengeist gegen Ohmacht, Übelkeit und Herzgeschichten

Für was kann man Melisse räuchern?

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  • Entspannung, Geborgenheit, innere Balance, Lebensfreue, Freude, Mobbing, Erschöpfung, Perfektionismus, Überforderung, Selbstvertrauen, Minderwertigkeitsgefühle, Selbstachtung, Selbstbewusstsein, Selbstwert, Selbstannahme, Stress bewältigen, Nervosität, Trennung, psychische Verletzungen, hilft Wünsche erfüllen
  • Migräne, Schwindel, Bluthochdruck, Immunsystem, ADHS, Autismus, Depression, Manie
  • Schutzräucherung, Herzöffner

Naturphilosophie und Humoralmedizin

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Die Zuordnung der Signaturen entspricht den Planeten Sonne, Venus, Saturn und Jupiter und steht mit dem Wasser, und damit mit dem phlegmatischen Prinzip, in Verbindung.

Phlegmatiker mit Element Wasser
Sinnlichkeit
Gedankenkarussell vertreibt
Dunklen Tiefen entsprungen
Im weiten Horizont duftend
Kraut
Die Melisse - Priska Hitz, 22.12.2016
HumoralwerteAnwendungsgebiet
Qualitätkühlend 2-3° wärmend 2-3°; trocknend 1° befeuchtend/nährend 3°
Befeuchten / nähren und kühlenKlimakterium, Hitzewallung, Depression, Herzklopfen, Unruhe, Nervosität, Hysterie, Herzrasen, Hypertonie, Schlaflosigkeit, nervlich bedingte Magen- / Verdauungsstörung, Tinnitus, Schwindel
Befeuchten / nähren und wärmenBlähungen, Dyspepsie, Gedächtnisschwäche, Vergesslichkeit, sexuelle Schwäche, Anorexie, Kolik, Migräne, Kopfschmerz, Angina pectoris, starke Menstruation, Gebärmutterkrampf
Schärfen ausleiten und kühlenErkältung, Grippe, Fieber, akute Kinderkrankheiten, Gastritis, Ulkus, Herbes labialis (äusserlich)

Weiterführende Informationen

Pflanzenheilkunde und Arzneimittel (Herba)

Quellangaben

  1. Maja Dal Cero: Unsere Heilpflanzen. Ott der Sachbuchverlag, Bern 2009, ISBN 978-3-7225-0091-1
  2. Peter und Gudrun Zeuge-Germann: Männerzeiten – Naturheilkunde für den Mann in den besten Jahren, Freya Verlag GmbH, Linz 2019, ISBN 978-3-99025-369-4
  3. Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Zitronenmelisse 
  4. Ursel Bühring: Praxis-Lehrbuch Heilpflanzenkunde. Haug Verlag, Stuttgart 2014, ISBN 978-3-8304-7749-5
  5. PharmaWiki: http://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Melisse
  6. PubMed: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26408043
  7. PupMed: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26417300
  8. PubMed: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=Melissa+officinalis+antibiotic
  9. PubMed: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=Melissa+officinalis+antiviral
  10. PubMed: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29502812
  11. Johann Künzle: Das grosse Kräuterheilbuch. Originalausgabe von 1967, ISBN 978-3-491-96162-3
  12. Annemarie Herzog: Die Räucher-Apotheke für den Körper. Schirner Verlag, Darmstatt 2014, ISBN 978-3-8434-1164-6
  13. Annemarie Herzog: Die Räucher-Apotheke für die Seele. Schirner Verlag, Darmstatt 2015, ISBN 978-3-8434-1203-2
  14. Therapeutika: https://www.therapeutika.ch/Melissa+officinalis 
  15. Manfred M. Junius: Pflanzenalchemie – ein praktisches Handbuch. AT-Verlag, Aarau 2016, ISBN 978-3-03800-893-4