Bier ist die wohl bekannteste Art von Hopfen. Was ebenfalls die Mönche wussten und Bier wegen seiner anaphrodisischen Wirkung tranken. Sie wollten damit quasi den Versuchungen des Teufels und der damit verbundenen triebhaften Laster wiederstehen. Der Grund liegt an den Östrogenen des Biers, welche bei Männern mit chronischem Biergenuss zur Verweiblichung führt.

Hopfen ist kein klassisches Räucherkraut. Kann aber durchaus genutzt werden, wenn man den baldrianähnlichen Geruch mag. Neben der beruhigenden Wirkung des Rauches, hilft dieser dabei wieder in unsere Mitte zu finden. Ein Säcklein gefüllt mit Hopfen, Lavendel und Steinklee neben das Kopfkissen legen. Es hilft entspannen und beruhigen.

Hopfen

Therapeutische Informationen

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Der Hopfen ist der kleine Bruder des bekannten Cannabis-Hanf. Beide gehören zu den Hanfgewächse (Cannabaceae). Verwendung findet beim Hopfen die Blüte (Lupuli strobulus).

Mögliche Inhaltsstoffe

  • Ätherisches Öl, Bitterstoffe (Humulon, Lupulon), Falvonoide, Gerbstoffe,
  • Phytoöstrogene (Hopein; pflanzliches Östrogen)

Anwendung und Wirkung

Besonders stark wirkt Hopfen in Kombination mit Baldrian, Melisse, Passionsblume und Lavendel.

GalenikBeschreibung
AnwendungsformTee, Tinktur, Extrakt, Bier, Tabletten, Hopfenspargel, Met, Räuchern
WirkungBeruhigend, schlaffördernd, antibakteriell, zusammenziehend, austrocknend, appetitanregend, spasmolytisch, antioxidativ, entgiftend, antiinfektiös
IndikationUnruhe, Erregungszustände, Angst, Schlafstörungen, Autismus, ADHS, Stress, Appetitlosigkeit, Leberschwäche
NebenwirkungKeine bekannt

Spezielles

Gemäss PubMed hat der Hopfen ein breites antiinfektiöses Potenzial gegen verschiedene Bakterien, Viren, Pilze und Protozoen. 6 

Was sagt Pfarrer Küenzle zum Hopfen?

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  • Innerlich: Milzleiden, Leberleiden, Gelbsucht, Brustkatarrh, Wassersucht
  • Äusserlich: Frische Hopfenblätter-Kataplasma bei Quetschungen, Geschwülste, Wunden
  • Mit Salbei vermischt gegen Nierensteine, Blasensteine, Bettnässen, Beruhigungsmittel, Pollution

Räucher- und Ritualpflanze

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  • Aggressivität, Fanatismus, Jähzorn, Tobsucht, Wut, Zorn, Alpträume, Ängste, Furcht, Panikattacken, Phobie, Schock, Trauma, Zwänge, Stress, Angespanntheit, Nervosität, Schuldgefühle, seelische Verletzungen, Trennung, innere Ruhe erlangen, Selbstvertrauen erlangen
  • ADHS, Autismus, Borderline, Zangsstörungen, Sucht, Nervenleiden allgemein
  • Heilungsmagie, Gesundheitsrituale

Naturphilosophie und Humoralmedizin

Die Zuordnung der Signaturen entspricht den Planeten Mond und Mars und steht mit dem Feuer, und damit mit dem cholerischen Prinzip, in Verbindung. 10 11 

Choleriker mit Element Feuer
Locket
Das Weib
Im Geiste verführt
Teufel in die Lenden
Treibt
Der Hopfen - Priska Hitz, 12.01.2017
HumoralwerteAnwendungsgebiet
Qualitätkühlend 2°, wärmend 2°, trocknend 0-1°, befeuchtend/nährend 2°
Befeuchten / nähren und wärmenEnergiemangel, Erschöpfung, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Laktationsmangel, Spannungsgefühl, Leberschwäche, Gallenschwäche, Blasenschwäche
Schärfen ausleiten und kühlenEntzündung, Zystitits, Hämaturie

Weiterführende Informationen

Pflanzenheilkunde und Arzneimittel (Herba)

Quellangaben

  1. Maja Dal Cero: Unsere Heilpflanzen. Ott der Sachbuchverlag, Bern 2009, ISBN 978-3-7225-0091-1
  2. Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Echter_Hopfen
  3. Peter und Gudrun Zeuge-Germann: Männerzeiten – Naturheilkunde für den Mann in den besten Jahren, Freya Verlag GmbH, Linz 2019, ISBN 978-3-99025-369-4
  4. Ursel Bühring: Praxis-Lehrbuch Heilpflanzenkunde. Haug Verlag, Stuttgart 2014, ISBN 978-3-8304-7749-5
  5. PharmaWiki: http://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Hopfen
  6. PubMed: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16092071 
  7. Johann Künzle: Das grosse Kräuterheilbuch. Originalausgabe von 1967, ISBN 978-3-491-96162-3
  8. Annemarie Herzog: Die Räucher-Apotheke für die Seele. Schirner Verlag, Darmstatt 2015, ISBN 978-3-8434-1203-2
  9. Annemarie Herzog: Die Räucher-Apotheke für den Körper. Schirner Verlag, Darmstatt 2014, ISBN 978-3-8434-1164-6
  10. Manfred M. Junius: Pflanzenalchemie – ein praktisches Handbuch. AT-Verlag, Aarau 2016, ISBN 978-3-03800-893-4 
  11. Therapeutika: https://www.therapeutika.ch/Humulus+lupulus