Schwarz in der Natur

Ein absoult reines Schwarz kommt in der lebendigen Natur sogut wie nicht vor. Schwarz ist meist ein Transformationsprozess von verbrannten Kohlestoffs. Also ganz einfach: Kohle oder auch der Fäulnisprozess durch Pilze und Bakterien. Allerdings enthält Eisenoxid je nach Ausprägung schwarze Farbe, welche unter anderem für Lebensmittelfarbe (E172) genutzt wird.

Schwarze Tiere, Pflanzen, Pilze, Kristalle oder auch menschliche Haare sind in der Regel eine sehr dunkle Mischung aus verschiedenen Farben. Doch für unser menschliches Auge wirkt dies dann Schwarz. Trotzdem kann man aus psychologischer Sicht Schwarz für eine mögliche Einteilung nutzen.

Schwarz in der Farbenlehre

Schwarz ist eine unbunte Farbe. Bei der subtraktiven Farbmischung entsteht aus den Grundtönen Rot, Gelb und Blau die Farbe Schwarz.

In der additiven Farbmischung wird jede Farbe komplett absorbiert, ähnlich wie ein schwarzes Loch im Weltall. Somit also die «Summe aller additiver und subtraktiver Farben». 1

Alchemische Farbenlehre

In der alchemischen Farbenlehre ist Schwarz eine koordiniertende Farbe, welche dem 1. Feuergrad entspricht. Sie hat auch die Bezeichnung «schwarzer Rabe». Sie gehört damit zusammen mit Weiss und Rot zu den Hauptfarben der Alchemie. Es ist ein Ausdruck des sich ständigen Fortschreitens. Wobei Schwarz und Weiss die Polaritäten bilden, wärend die bunten Farben dazwischen liegen. Sogesehen kann man im gewissen Sinne Schwarz auch, als das Chaos oder die Un-Ordnung bezeichnen.

Schwarz ist auch die Finsternis oder ein Minus an Licht und damit der negative Aspekt der Polaritäten. Geboren aus «Abyssus inferior» der Einsternis zusammen mit Weiss. 2

Sepia und Brillantschwarz in der Ernährung

Black Food ist Trend und ein Hingucker! Gerade Teigwaren oder Süssigkeiten werden gerne mit schwarzer Farbe eingefärbt. Aber bitte mit Natur!

Tintenfischfarbe Sepia

Meist wird dafür die natürlich schwarze Tinte (Sepia) der Tintenfische genutzt. Interessant dabei ist, dass diese natürliche Farbe hauptsächlich aus Melanin besteht. Damit also indirekt den UV-Schutz der menschlichen Haut unterstützt. Die positive Wirkung ist allerdings sehr gering. 3

Synthetisches Brillantschwarz

Viel zu oft landet leider auch das synthetisch hergestellte Brillantschwarz (E151) auf dem Teller. Dieser Farbstoff wird künstlich aus Erdöl hergestellt. Allerdings ist die Schwarzfärbung sehr schwach, so dass oft noch weitere Lebensmittelfarben beigemischt werden.

Im Prinzip ist der Farbstoff ungefährlich eingestuft. Trotzdem können allergische Reaktionen und Hautausschläge entstehen. Teilweise auch Asthmaanfälle auslösen. Auch ist nicht ganz klar ob er das Erbgut schädigt. 4 5

Schwarz in der Humoralmedizin

Schwarz ist die Farbe der Absolution und der Transformation. Es ist die Verkörperung von Tod und Wiedergeburt. Es negiert alles Licht und doch entsteht alles Potential aus Schwarz, durch zufügen von weissem Licht.

In der Humoralmedizin steht Schwarz für das Ur-Wasser und damit in der thermischen Achse der Minus-Pol. Schwarz ist auch sehr stark mit dem kalten, festen Zustand verbunden. Es ist die nährende Materie und damit entsprechend dem göttlichweiblichen Aspekt.

Schwarz ist die natürliche Polarität zu Weiss. 6 7 8

Farblichttherapie

Schwarzlicht (UV-Licht) wird in der traditionellen Farblichttherapie eher selten genutzt wegen dem starken Energieraub. Manchmal kann es aber tatsächlich Sinn machen überschüssige Energie damit auszuleiten.

In der Schulmedizinin wird Schwarzlicht bei Hautkrankheiten mit der photodynamischen Therapie eingesetzt, bei welcher durchaus auch mit starken Nebenwirkungen zu rechnen ist.

Im Übrigen ist es nicht zum Empfehlen über längere Zeit sich komplett Schwarz zu kleiden. Bei schwarzer Kleidung sollte immer noch irgendetwas Farbiges mit dazu. Dadurch wirkt Schwarz, als positiver Verstärker auf die andere Farbe.

Nahrungsmittel und Wirkungsweise

Nahrungsmittel
Indikation und Wirkung
Signatur

Schwarze Nahrungsmittel

Ich empfehle 5 verschieden farbige Lebensmittel oder Kräuter pro Mahlzeit. So bekommt man auf einfache Weise eine bunte Mischung an Wirkstoffen, ohne sich über Kalorien Gedanken zu machen.

  • Schwarzer Seetang, schwarze Oliven, schwarzer Mais, fermentierter Knoblauch, schwarze Bohnen
  • Cassis, Brombeere, Maulbeere, Heidelbeere, Honigbeere
  • Schwarzer Kaviar, Seegurke
  • Schwarzer Reis, Wildreis, Belugalinsen, schwarzer Sesam
  • Lakritze, schwarze Schokolade
  • Totentrompete, Mu Err, Trüffel
  • Schware Rose, Veilchen, Malve
  • Pfeffer

Manche Nahrungsmittel enthalten auch andere Farbspektren. Insbesondere die violetten Nahrungsmittel, lassen sich nicht genau von Schwarz abgrenzen. Deshalb ist auch die Wirkung von Violett zu berücksichtigen.

Die Auflistung ist ein Richtwert. So wie jede andere Ernährungsform auch. Entscheidend ist das persönliche Empfinden.

Bei was kann Schwarz unterstützen?

  • Neurodermitis, Schuppenflechte, Ekzeme, Juckreiz

Wie wirkt Schwarz?

Positive Wirkung: Förderung der Prozesse in Phasen der Umwandlung (z.B. Pubertät), temporärer Schutz von Aussen

Negative Wirkung: Energieraubend, Lebensverneinend, Suchtfördernd, Pessimismus fördernd, erzeugt energetische Blockaden

Mögliche Assoziationen und Stichworte

  • Mystik, Magie, Unsichtbares, Okkultismus, Erotik, Aphrodisiakum, Rationalität, Transformation, die Nacht der Schatten, der spirituelle Tod
  • Planet: Prinzip des Saturn nach Paracelsus

Weiterführende Informationen

Die Beitragsinformationen stammen aus meiner Diplomarbeit zur Diätetik. Des Weiteren durfte ich im meiner Zeit, als Informatikerin und Spezialistin für Wahrnehmungspsychologie viel über die Wirkungsweise von Farben erfahren. Deshalb enthält die Artikel-Reihe zu den Farben auch viel Berufswissen.

Quellverzeichnis

  1. Wikipedia: Farbe Schwarz
  2. Das Wesen der Alchemie; Dr. Ferdinand Maack; 1900; Johannes Baum Verlag
  3. Wikipedia: Sepia
  4. Liste über Zusatzstoffe: Brillantschwarz
  5. Dr. Watson – der Food Detektiv mit Brillantschwarz
  6. Grundlagen der Traditionellen europäischen Naturheilkunde; BACOPA-Verlag; ISBN: 978-3-902735-21-8
  7. Pflanzenalchemie;AT-Verlag; ISBN:978-3-03800-893-4
  8. Das Wesen der Alchemie; Dr. Ferdinand Maack; 1900; Johannes Baum Verlag