Orange kommt in der Natur oft vor und ist in der Kunst und Farbindustrie eine relativ günstige Farbe. Die bekanntesten Früchte mit dieser Farbe sind die Orangen. Aber auch die Karotte gehört dazu. Oder auch viele der Terracotta-Töpfe aus Tonerde sind vielen ein Begriff.

Der Übergang zwischen Gelb bis Rot ist fliessend. Damit eine fixe Abgrenzung nicht möglich. Je nach Helligkeit ist auch ein Übergang ins Braun möglich.

Orange in der Farbenlehre

Orange ist eine bunte Farbe aus dem Spektrum von 460-510 Hertz. Orange ist eine subtraktive Mischfarbe aus Gelb und Rot und eine additive Mischfarbe aus Rot und Grün. Weshalb sie auch die Aspekte dieser Farben in abgeschwächter Form abbildet. 1

Orange in der Ernährung

Chemisch gesehen gehört der Farbstoff Orange in die Gruppe der Carotinoide (α- / β-Carotin; Provitamin A), welche Lebensmittel aus Gelb, Orange und Rot enthalten. Die Gruppen lassen sich also nicht ganz abgrenzen. Was sich im Prinzip auch mit der Farbmischung deckt.

Gruppe der Xanthophylle

Lutein und Zeaxanthin gehören in die Gruppe der Xanthophylle. Sie kommen meist zusammen in den Pflanzen vor. Sie werden in der Lebensmittelindustrie, als natürlicher Lebensmittelfarbstoff eingesetzt. 2

Aber auch der synthetische Farbstoff Canthaxanthin ist dieser Gruppe zugeordnet.

Oft enthalten besonders Pflanzen mit dunklem Blattgrün viel dieser orangen Farbstoffe.

Farbstoffe Lutein (E161B) und Zeaxanthin (E161H)

Im menschlichen Körper haben wir besonders viel Xanthophylle in den Augen. Die beiden Wirkstoffe bieten dabei einen Schutz vor alterbedingter Makuladegeneration und anderen Sehstörungen. Auch bieten sie Schutz vor lichtbedingten oxidativen Schäden.

Nicht zu vergessen die Kosmetikindustrie, welche die Farbstoffe in Bräungsmittel einsetzt.

Farbstoff Canthaxanthin (E161 G)

Die Natur hat soviele schöne Farben! Doch der Mensch muss diese Synthetisch nachbauen, statt die natürliche Form zu wählen! Nur dabei gehen leider die vielen gesundheitsförderndern Wirkstoffe der Natur verloren. So auch bei Canthaxanthin, welches im Prinzip natürlicherweise in Pflanzen enthalten ist. Jedoch wegen der Massenproduktion chemisch erzeugt wird.

Während die natürliche Form gesundheitsfördernde Wirkung besitzt, schädigt der sythetische Wirkstoff unsere Augen und die Haut. Die Schwierigkeit dabei ist: Wie erkenne ich, als Laie in einem Produkt den Unterschied?

Immerhin wird synthetisch hergestelltes Canthanxantin mittlerweile kritisch beurteilt. Trotzdem kann man den Wirkstoff teilweise noch in Bräungscremes, Kosmetika oder Tierfutter finden. 3 4

Curcumin

Curcumin ist aktuell in aller Munde. Es zählt zur Gruppe der Polyphenole.

Die kleine, orange farbene Kurkuma-Wurzel wird in vielen Nahrungsergänzungsmittel und pflanzlichen Präparaten eingesetzt. Der Grund liegt an ihrer antioxidativen, entzüdungshemmenden, schmerzlindernden und Krebs bekämpfenden Wirkung.

Auch zur Verbesserung der Gehirnleistung, bei der Fettkontrolle und Zuckerstoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus wird Kurkuma unterstützend eingesetzt. 5

Die Farbe «Orange» | Naturheilpraxis Hitz

Für eine gesunde Ernährung kann man die Wurzel mit einer Raffel über das fertige Essen geben und geniessen. Allerdings ist die Bioverfügbarkeit nicht sehr hoch. Deshalb ist für eine Kur ein Nahrungsergänzungsmittel eine gute Option.

Zum Beispiel phosolipides Curcumin K2 von Dr. Jacobs mit zusätzlich Vitamin K und D. (Werbung)

Orange in der Humoralmedizin

In der Humoralmedizin ist die Farbe Orange der Sonne unterstellt. Je nach Ausprägung besitzt sie auch Anteile vom Mars und Merkur.

Bei den Elementen entspricht es für mich dem Übergang vom Sanguis zur Chole.

Nahrungsmittel und Wirkungsweise

Orange Nahrungsmittel

Ich empfehle 5 verschieden farbige Lebensmittel oder Kräuter pro Mahlzeit. So bekommt man auf einfache Weise eine bunte Mischung an Wirkstoffen, ohne sich über Kalorien Gedanken zu machen.

  • Karotten, Kürbis, orange Süsskartoffel, orange Paprika, orange Chili
  • Orange, Mandarine, Clémentine, Aprikose, Papaya, Sanddorn, Pfirsich, Vogelbeere, Honigmelone, Physalis, Kaki
  • Lachs
  • Orange Linsen
  • Essbare Blüten: Kapuzinerkresse, Rose, Dahlie, orange Taglilie, Gewürztagetes, Nelke, Zucchiniblüte, Chrysanthemen, Ringelblume

Die Auflistung ist ein Richtwert. So wie jede andere Ernährungsform auch. Entscheidend ist das persönliche Empfinden.

Bei was kann Orange unterstützen?

  • Allgemein Augen- und Hautkrankheiten
  • Chronische Schmerzen
  • Arthritis, Arthrose, Gicht
  • Verspannungen, Muskelkrämpfe
  • Asthma, Husten
  • Lösen von Konditionierungen, Mutterkonflikt, Selbstablehnung, Körperablehnung, fehlendes Urvertrauen, angestauten Emotionen
  • Depressionen, Ängste, Bulimie, Autismus, Legasthenie, Dyskalkulie, psychischer Schock
  • Schlafstörungen
  • Unterstützung der Fortpflanzungsorgane, Bauchspeicheldrüse und Milz (Farbe Gold)
  • Anti-Aging

Wie wirkt Orange?

Positive Wirkung: Erfrischend, lösend, appetitanregend, immunsystemstärkend, verdauungsfördernd, stabilisierend

Negative Wirkung: Wut, Trauer, emotionale Ausbrüche, Enttäuschung, Schuldgefühle, Erschöpfung, deprimierend

Mögliche Assoziationen und Stichworte

Weiterführende Informationen

Die Beitragsinformationen stammen aus meiner Diplomarbeit zur Diätetik. Des Weiteren durfte ich im meiner Zeit, als Informatikerin und Spezialistin für Wahrnehmungspsychologie viel über die Wirkungsweise von Farben erfahren. Deshalb enthält die Artikel-Reihe zu den Farben auch viel Berufswissen.