Gemeiner Beifuss

In etlichen alten Kräuterbüchern sind verschiedene Beifuss-Arten zu finden. Damit ist die Pflanzen-Zuordnung und deren Wirkung nicht ganz einfach. Insbesondere Dioskurides und Plinius erwähnten viele unterschiedliche Artemisia-Arten. Oft tauchen die Bezeichnungen «Artemisia cina» oder «Artemisia, Sementina ex Oriente» auf, welche auf den gemeinen Beifuss hindeuten. Die Namensgeberin des gemeinen Beifuss (Artemisia vulgaris) ist die griechische…

Passionsblume – Arzneipflanze 2010

Die meisten kennen eher die süss-sauren Maracuja und süssen Grenadille. Die Passionsblume (Passiflora incarnata) dagegen ist bei uns weniger bekannt. Dabei wirken gerade für mich ihre Blüten sehr männlich und herausfordernd. Keck, blickt sie mich an und spricht: «Schau mich an! Ich bin die Alphapflanze. Mein Blütenkleid überstrahlt sie alle». Die Blüte zieht den Blick…

Hopfen – Arzneipflanze des Jahres 2007

Bier ist die wohl bekannteste Art von Hopfen (Humulus lupulus). Was ebenfalls die Mönche wussten und Bier wegen seiner anaphrodisischen Wirkung tranken. Sie wollten damit quasi den Versuchungen des Teufels und der damit verbundenen triebhaften Laster wiederstehen. Der Grund liegt an den Östrogenen des Biers, welche bei Männern mit chronischem Biergenuss zur Verweiblichung führt. Hopfen…

Erdrauch «Elfenrauch»

Auf Grund der ähnlichen Wirkung und der selben Familienzuordnung wird der Erdrauch (Fumaria officinalis) oft als kleine Schwester des Schöllkrauts bezeichnet. Die Basis von Theriak ist Honig, Wein und je nach Region eine Vielzahl an Kräutern. Zu den wichtigsten Ingredienzien gehörten Opium, Engelwurz und Baldrian (Theriakwurzel), Weinraute, Wacholder, Bibernelle, Schöllkraut, Johanniskraut, Kalmus, Anis, Enzian, Rose, Zimt,…

Goldrute

Alles was sich getrennt anfühlt, bringt die Goldrute (Solidago virgaurea) wieder in Verbindung. Insbesondere in der Partnerschaft (Organ: Niere). Sie hat eine sehr wärmende, heilende, sanfte Energie. Wird sie geräuchert entsteht ein feiner Honiggeruch und soll damit krankmachende Dämonen vertreiben und das Selbstbewusstsein stärken. Die selbe Wirkung haben auch Heilbeutelchen oder Amulette. Es war Brauch die Blüten…

Salbei – Heilpflanze des Jahres 1998

Bei den keltischen Druiden galt Salbei (Salvica officinalis), als das Kraut welches Tote zum Leben erweckt. Passend dazu auch die Engländer, welche dem Salbei lebensverlängernde Eigenschaften zuschreiben. Gleichzeitig gehört Salbei jedoch auch zu den drei Henkerskräuter, welche dem Henker inneren Abstand und einen ruhigen, klaren Geist beschafft. Tod, Leben und Wiedergeburt sind somit sehr nah bei…