Rose oder Hagebutte (Rosa canina)

Heilend sind grundsätzlich alle Rosen – sofern diese nicht mit Pestiziden behandelt wurden. Allerdings ist offiziell nur die Heckenrose (Rosa canina) zu Heilzwecken anerkannt. Alle anderen Rosen dienen eher dem Seelenheil oder werden volksheilkundlich verwendet. Die Nutzung und Kultur von Rosen ist bereits im alten Ägypten bekannt und galt als heiliges Symbol der Göttin Isis. Im Rahmen des Isiskultes entstanden bis hoch in den Norden (zum Beispiel Wettingen oder sogar London) Isis-Tempel mit den Schwesternschaft der Rose, welche als weibliches Gegenstück der Tempelritter galt. Mit Beginn des Christentums wandelte die Kirche viele heidnische Rituale in katholische Traditionen. Die der Göttin Isis geweihte weisse Rose wurde damit zur heiligen Blume der Jungfrau Maria Magdala. Die weisse Rose ist das geheiligte Symbol der Reinen—der Katharer— und des Wiederstands gegen die Kirche. Viele Geheimbünde und Mysterienschulen nutzten das Symbol und verwenden es auch heute noch für Rituale und Symbolik. Selbst im Militär und den vielen in der Schweiz vorhandenen Familienwappen ist die Rose zu finden. Betrachtet man die vielen mystischen, religiösen, kulturellen und militärischen Gebiete in welchem die Rose symbolischen Charakter hat, macht die Planetenzuordnung von Venus und Mars durchaus Sinn. Auch in der Kunst gibt es wohl kaum ein Künstler der sich nicht von der Rose hat verführen lassen. Sehr oft findet man in alten Gemälden versteckt eine Rose, welche vermutlich auf die gnostische Thematik hinweisen soll. Nicht zu vergessen all die bekannten Lyriken und Märchen. Das Symbol der Rose mit dem Kreuz (Rosenkreuz) steht für die erblühte Seele, wenn alle vier Elemente (Feuer, Erde, Luft und Wasser) in Einklang sind. Es ist die Quintessenz und der Weg dahin ist die Liebe! Es ist die seelische Läuterung und alchemistische Reinigung auf geistiger Ebene oder auch «chymische Hochzeit» genannt. Therapeutische Informationen Rosen haben mit dem Rosengewächs (Rosaceae) ihre eigene Familie. Mögliche Inhaltsstoffe Die Inhaltsstoffe variieren je nach dem welchen Teil der Rose (Frucht oder Blüten) verwendet. Anwendung und Wirkung Galenik Beschreibung Anwendungsform Tee, Tinktur, Nahrung, Parfüm, Massageöl, Räucherung, Salben, Tabakersatz, Sirup, Umschläge, Bäder, Marmelade, Rosenwasser Wirkung Zusammenziehend, entzündungshemmend, antioxidativ, zellmembranstabilisierend, mild abführend, harntreibend, leber– und milzunterstützend (Blüten), antinozizeptiv Indikation Erkältung, Vitamin-C-Mangel, Arthrose, Begleitend bei Entzündungen Nebenwirkung Keine bekannt Spezielles Die Rose ist mir vielen Wirkungsweisen assoziiert und auch zum Räuchern eingesetzt. Viele der Wirkungen stehen in Bezug zur Psyche. Allerdings sind diese Wirkungsbereiche eher etwas aus der Volksmedizin: Allerdings findet man auch bei Pubmed weitere Indikationen. So soll die Rose zum Beispiel auch bei Arthritis, Arthrose und allgemein rheumatischen Beschwerden hilfreich sein. Hier gilt: Ausprobieren. Naturphilosophie und Humoralmedizin Die Zuordnung der Signaturen entspricht den Planeten Pluto und Venus, Mars, Jupiter und steht mit der Quinta Essenzia (das 5. Element, was alle 4 anderen Elemente verbindet) in Verbindung. Aus der traditionell-europäischen Geschichte Rose und die weisse Lilie gehören seit dem Altertum zusammen. Sie waren gemeinsam die Symbole für Würde, Macht und Hoffnung (Lilie) des Volkes dem Einen gegenüber und Reinheit, Unschuld, Sauberkeit und religiöse Weihe (Rose) . Deshalb findet man heute beide Symbole auf vielen Wappen wieder. Ob die Symbolik jedoch eines Monarchen oder des Papstes würdig und Rechtens ist, steht auf einem anderen Blatt geschrieben.  In neuern Zeiten fand C. S. Sonini unter den Ruinen von Tentyris in Oberägypten an einem gut erhaltenen Tempel der Isis, eine Lilie als Hieroglyphe vor. Er sagt hierüber: «Man hätte nicht erwarten sollen, an einem Denkmale aus dem höchsten Alterthume und in dem innersten Theile von Aegypten eine Art von Scepter zu finden, worauf eben das Zeichen ist, das die Könige von Frankreich zu ihrem Wappen angenommen hatten. Die Lilienblüthe ist, so wie sie das Sinnbild der französischen Monarchie war, deutlich auf der ägyptischen Figur ausgedrückt. Unter der zahllosen Menge von Hieroglyphen, die ich in Aegypten beobachtet, habe ich diesen Stengel mit einer Lilienblüthe nur ein einzigesmal und zwar zu Dendera angetroffen. Ob er gleich her vorspringend und sehr deutlich ist, so hat ihn doch noch kein Reisender bemerkt. Die Wirklichkeit seines Daseins zu Dendera ist nicht zu läugnen, da ich ihn sehr genau und zwar mehrmals betrachtet habe.»[…] Auch in Deutschland findet man Spuren von der Symbolik der Lilie in Bezug auf Herrscherwürde und Macht. Thor, der Gott des Donners, ward von den alten Sachsen mit einer Krone von zwölf Sternen auf dem Haupte, in der Rechten den Blitz und in der Linken einen Scepter haltend, der sich oben in eine Lilie endigt, dargestellt. […] Dass in der religiösen Poesie und Malerei, vorzüglich des Mittelalters, auch vielfach die Rose als Symbol vorkommt, hat zum Theil darin seinen Grund, dass verschiedene in der Bibel erwähnte Blumen und Pflanzen nach dem Vorgange der alten lateinischen Version, der sogenannten Vulgata, durch Rosen übersetzt, und diese besonders beim hohen Liebe Salomon’s auf Christus und sein Verhältnis zur christlichen Kirche angewendet wurden. Die Jungfrau Maria namentlich wird häufig mit der Lilie verglichen, oder damit gleichmütig und zusammengestellt; […] So ist auch das Wunder der Empfängnis Maria’s noch in neuen Zeiten folgendermassen erklärt worden: «Der heilige Geist belebte die Frucht im Mutterschooss, als mit einer ganz neuen Schöpfung, die feinen Sterblichen seit Adam war zu Theil geworden; und die Mutter gab nur den unschuldigen Stoff zu dem beiligen Leibe. In diesem ganzen Menschen senkte sich das ewige Wort, und ward also selber Mensch durch dessen Geburt ins äussere Leben. Wie wenn ein Stern sich in eine aussprossende Lilie senken könnte, um in ihr mit feinem verborgenen Lichte zu wohnen, himmlisch aus ihr zu duften, und sie hernach zu verklären: so wurde der ewige Morgenstern eine Pflanze der Zeit, um die Zeit mit sich in die Ewigkeit zu verwandeln» […] Wir haben bisher die Rose als Symbol und Gegenstand des Frohsinns, so wie auch der Ausartung ihres Gebrauchs in allen Arten des Lurus, vorzüglich in Bezug auf Gastereien, betrachtet. Es steht hiermit auch die Rose als Symbol der Verschwiegenheit in Verbindung, da sie als solche bei frohen Gastereien und Trinkgelagen eine Stelle einnahm. Selbst das, durch die Roſe bezeichnete Ähat seine Sprache, wie schon Tasso singt. Eigentlich war das Sinnbild des Schweigens aus dem Pflanzenreiche die Persea, deren Blätter mit der menschlichen Zunge viel…

Kalmus (Acorus calamus)

Kalmus ist eine sehr alte, traditionelle Heilpflanze. Seine erste bekannte Erwähnung fand sich im altchinesischen «Buch der Lieder» um ca. 1000—500 v.Chr. Neben seiner heilenden Wirkung, war er als Aphrodisiaka bekannt. Ausserdem versprach man sich Glück vom Kalmus. Kyphi die wohl berühmteste, betörende Räuchermischung ägyptischer Gottheiten—insbesondere für die Ehrung des Sonnengottes Ra. Die Herstellung war den Priestern von Edfu vorbehalten und das Originalrezept fand man im Papyrus Ebers. Allerdings wurde im laufe der Zeit das Rezept leicht abgeändert und erweitert. Die Hauptmischung beinhaltet jedoch folgende Ingredienzien: Weihrauch, Benzoe, Mastix, Myrrhe, Zeder, Ingwer, Kalmus (oder Eisenkraut), Kardamom, Zimt, Cassia, Wacholder, Iris, Zypresse, Lotosöl, Wein und Honig. Die Räucherkugeln dienten einerseits der Opferung, anderseits aber auch zur Parfümierung weiblicher Geschlechtsorgane, Einreibungen und zur Mundhygiene. In einigen Gegenden nutzen Schamanen den Kalmus um die Geister erblicken zu können. Dem Wirkstoff β-Asaron wird eine halluzinogene Wirkung nachgesagt. Allerdings konnte dies bis jetzt nicht nachgeweisen werden. Jedoch wissenschaftlich geprüft ist, dass genau dieser Stoff gegen Depressionen, Ängste und Psychosen eine gute Wirkung zeigt. In der weissen Magie wird für das heilige Öl Myrrhe, Weihrauch, Zimt und Kalmus verwendet. Das Zusammenspiel der Zutaten ergibt einen sehr gehaltvollen, würdevollen Duft. Es verstärkt die geistige Wahrnehmung und sensibilisiert das Bewusstsein. Ausserdem ist Kalmus ist ein Bestandteil von Theriak (siehe Erdrauch).  Therapeutische Informationen   Der Kalmus hat seine eigene Familie: das Kalmusgewäch (Acoraceae). Man findet ihn jedoch in alter Literatur noch unter der Zuordnung der Aronstabgewächse (Araceae). Verwendet wird die Wurzel (Calmi rhizoma) und ist in der Gruppe der Amara aromatica (Bitterstoffdroge mit ätherischen Ölen) eingeteilt. Mögliche Inhaltsstoffe Anwendung und Wirkung Galenik Beschreibung Anwendungsform Tee, Tinktur, Extrakt, Saft, Umschläge, Bäder, Räuchern, Sirup, Likör, Kompott, Dessert Wirkung Schmerzlindernd, beruhigend, krampflösend, magensaftsekretionsanregend, aphrodisierend, karminativ, sekretolytisch, expektorierend, aphrodisierend, antidepressiv, anxiolytisch, entzündungshemmend Indikation Appetitlosigkeit, Dyspepsie, Blähungen, Gastritis, Verdauungsbeschwerden, Rheuma, Nervosität, Psyche, Aphrodisiaka, Anorexia nervosa / Bulimia nervosa Nebenwirkung Keine bekannt Spezielles Gemäss PubMed wirkt der Kalmus gegen Dengue-Viren und hat eine positive Wirkung bei Depressionen, Angst, Parkinson, Psychose und Sucht.    Was sagt Pfarrer Küenzle zum Kalmus?   Bei was wird mit Kalmus geräuchert?   Naturphilosophie und Humoralmedizin Die Zuordnung der Signaturen entspricht den Planeten Sonne und Mond und steht mit dem Feuer, und damit mit dem cholerischen Prinzip, in Verbindung.   Humoralwerte Anwendungsgebiet Qualität kühlend 1°, wärmend 3°, trocknend 1°, befeuchtend/nährend 3° Befeuchten / nähren und wärmen Konzentrationsstörungen, Demenz, Autismus, Bewusstseinstrübung, Wahnvorstellung, Sprachstörung, Depression, Schock, Koma, Hörschwäche, Schwindel, Verdauungsbeschwerden, Dyspepsie, Bauchkolik, Bauchkrämpfe, Appetitlosigkeit, Knochen allgemein, Rachitis, Haarausfall, Nervosität, Unruhe, Räusperzwang, Nikotinsucht, Nierengries, Nierensteine, Gicht, Lungenschleim, Hustenkrampf Schärfen ausleiten und kühlen Knochenfistel, Blasenentzündung, Säure-Basen-Haushalt, Übersäuerung, Rheuma Weiterführende Informationen ☘ Pflanzenheilkunde und Arzneimittel (Herba)

Echtes Eisenkraut (Verbena officinalis)

Echtes Eisenkraut ist ein kultisches Kraut und wurde zum Reinigen von Opfersteinen oder Altartischen genutzt. Sie wird auch als die Träne der Isis bezeichnet und bei ägyptischen Ritualen eingesetzt. Ausserdem ist sie der griechischen Göttin Eos (Göttin der Morgenröte) zugeordnet. Eisenkraut fördert Gelassenheit bei Verhandlungen und Behördengängen. Es gilt als Diplomaten– und Gesandtenkraut, vertreibt Feinde und hilft Freundschaft zu schliessen. Einige Schmiede sollen sogar das Schmiedewasser mit Eisenkraut getränkt haben, um die Waffe zu verstärken. Es zählt zu den 12 höchsten, magischen Kräuter der Rosenkreuzer und soll gegen schwarzmagische Angriffe, bei Liebesräucherungen oder Liebestränken genutzt werden. Zudem erhöht es den Schutz der eigenen Sphäre, fördert Mut, Entschlusskraft, Charisma, Initiative und Entscheidungsfähigkeit. In der heutigen Phytotherapie wird Eisenkraut fast nur noch in Kombination mit anderen Pflanzen eingesetzt. Früher jedoch war es ein Allheilmittel. Bei vielen alten Bauernhöfen war rechts und links neben dem Eingang jeweils ein Stock mit Eisenkraut, Rosmarin und Lavendel gepflanzt. Therapeutische Informationen Echtes Eisenkraut gehört einer eigenen Familie – dem Eisenkrautgewächse (Verbenen) – an. Es wird oft verwechselt mit dem südamerikanischen Zitronenstrauch (Zitronenverbene), welcher in vielen Teemischungen für den zitronenartigen Geschmack verantwortlich ist. Wirkung haben beide Kräuter. Allerdings schmeckt das echte Eisenkraut nicht so gut. Verwendet wird das Kraut (Verbenae herba). Mögliche Inhaltsstoffe Anwendung und Wirkung Echtes Eisenkraut hat eine lange Tradition in der Volksheilkunde mit sehr vielen Bereichen.  Insbesondere da Eisenkraut ausgleichend wirkt, wird es oft in Kombination mit anderen Heilpflanzen eingesetzt.  Galenik Beschreibung Anwendungsform Tee, Tinktur, Salben, Cremes, Bäder, Seifen, Kosmetika, Massageöl, Räucherung, Inhalation Wirkung Entzündungshemmend, antimikrobiell, antiviral, antibakteriell, adstringierend, karminativ, spasmolytisch, antioxidativ, schweisshemmend, desinfizierend, keimtötend, Insulinbildung anregend, adaptogen, anxiolytisch, sedativ Indikation Atemwege, Verdauungsbeschwerden, Magen-Darm-Trakt, Unruhe, Stress, Nervosität, Demenz, Angst Nebenwirkung Keine bekannt Spezielles   Gemäss PubMed: Was sagt Pfarrer Küenzle zum echten Eisenkraut?   Bei was kann man Eisenkraut Räuchern?   Naturphilosophie und Humoralmedizin Die Zuordnung der Signaturen entspricht den Planeten Sonne, Venus, Mars und steht mit dem Erdelement in Verbindung. Somit auch der melancholischen Konstitution eigen. Weiterführende Informationen ☘ Pflanzenheilkunde und Arzneimittel (Herba)