Die Farbe «Weiss»

In den Pflanzen gibt es kein nachgewiesener weisser Farbstoff. Sondern die Farbe Weiss wird durch das Fehlen von Chlorophyll und erhöhtem Saponin-Gehalt mit Lufteinschlüssen eine schaumartige Konsistenz erzeugt. Damit wird das gesamte Lichtspektrum reflektiert und die Blüte erscheint Weiss. Somit gibt es physikalisch und chemisch gesehen keine weissen Blüten. Es ist lediglich eine veränderte Wahrnehmung unserer Augen und dem Gehirn.

Gemeiner Beifuss

In etlichen alten Kräuterbüchern sind verschiedene Beifuss-Arten zu finden. Damit ist die Pflanzen-Zuordnung und deren Wirkung nicht ganz einfach. Insbesondere Dioskurides und Plinius erwähnten viele unterschiedliche Artemisia-Arten. Oft tauchen die Bezeichnungen «Artemisia cina» oder «Artemisia, Sementina ex Oriente» auf, welche auf den gemeinen Beifuss hindeuten. Die Namensgeberin des gemeinen Beifuss (Artemisia vulgaris) ist die griechische…

Passionsblume – Arzneipflanze 2010

Die meisten kennen eher die süss-sauren Maracuja und süssen Grenadille. Die Passionsblume (Passiflora incarnata) dagegen ist bei uns weniger bekannt. Dabei wirken gerade für mich ihre Blüten sehr männlich und herausfordernd. Keck, blickt sie mich an und spricht: «Schau mich an! Ich bin die Alphapflanze. Mein Blütenkleid überstrahlt sie alle». Die Blüte zieht den Blick…

Afrikanische Teufelskralle

Die Teufelskralle (Harpagophytom procumbens) krallt sich den Teufel. Zumindest gleichen ihre Wurzeln einem geistigen Wesen mit langen, krallenartigen Armen. Entsprechend lässt sich vermutlich auch erklären wieso die Teufelskralle die  Zutat des südafrikanischen «Ubulawu» ist. Dieser Trunk nutzen Schamanen um luzides Träumen zu unterstützen und das Erinnerungsvermögen an den Traum zu steigern. Ausserdem ist sie ein Mittel…

Hopfen – Arzneipflanze des Jahres 2007

Bier ist die wohl bekannteste Art von Hopfen (Humulus lupulus). Was ebenfalls die Mönche wussten und Bier wegen seiner anaphrodisischen Wirkung tranken. Sie wollten damit quasi den Versuchungen des Teufels und der damit verbundenen triebhaften Laster wiederstehen. Der Grund liegt an den Östrogenen des Biers, welche bei Männern mit chronischem Biergenuss zur Verweiblichung führt. Hopfen…

Kalmus

Kalmus (Acorus calamus) ist eine sehr alte, traditionelle Heilpflanze. Seine erste bekannte Erwähnung fand sich im altchinesischen „Buch der Lieder“ um ca. 1000—500 v.Chr. Neben seiner heilenden Wirkung, war er als Aphrodisiaka bekannt. Ausserdem versprach man sich Glück vom Kalmus. „Kyphi“ die wohl berühmteste, betörende Räuchermischung ägyptischer Gottheiten—insbesondere für die Ehrung des Sonnengottes Ra. Die Herstellung…