Lange habe ich die Geschichte der alten Frau am Grab vergessen und verdrängt. Erst viele Jahre später erinnere mich daran. Mir wird bewusst, dass ich damals mit einem Geist gesprochen hatte. Auch heute noch erscheinen mir manchmal Verstorbene. Besonders dann, wenn Hinterbliebene in meiner direkten Umgebung über ihre verstorbenen, erdgebundenen Seelen sprechen.
Heilend sind grundsätzlich alle Rosen – sofern diese nicht mit Pestiziden behandelt wurden. Allerdings ist offiziell nur die Heckenrose (Rosa canina) zu Heilzwecken anerkannt. Alle anderen Rosen dienen eher dem Seelenheil oder werden volksheilkundlich verwendet.
Echter Beinwell ist eine sehr alte Heilpflanze. Der Name stammt von Gebeine (Bein) und zusammenwachsen (well). Der römische Militärarzt Glaukén (180 v. Chr.) verordnete den verwundeten Soldaten ein Pflaster aus Wurzelbrei und zusätzlich innerlich einen Beinwell-Kraftwein. Wenn man bedenkt, dass römische Soldaten weit besser gepflegt wurden als das normale Volk, stellt sich für mich immer wieder die Frage: ist Beinwell innerlich genossen wirklich so leberschädigend?
Um den Wacholder regen sich viele mystische Sagen, Geschichten und Rituale. Er gilt unter anderem, als Todesbaum und findet sich deshalb auf vielen Friedhöfen wieder. Er ist damit der Hüter zur Anderswelt des dunklen Reichs und schützt die Seelen. Sein Gegenstück ist der Holunder: Hüter der Anderswelt des lichtvollen Reichs. Ausserdem ist er eine starke schamanische Pflanze für Initiationsrituale, welche das Zerstückeln der Seele und das darauffolgende Heilen initiieren. Der Holunder ist damit also Begleiter des spirituellen Todes.
Zur Pfefferminze gibt es sehr viele Mythologien. Die bekannteste Geschichte ist wohl die von der griechischen Nymphe Minthe und ihres Geleibten Hades, Herrscher der Unterwelt. Die eifersüchtige Göttin Persephone und Ehefrau Hades, tötete Minthe und zerstückelte ihren Körper. Die Teile wurden anschliessend über das Land verteilt und dort wo sie auftrafen, wuchs eine Minze.
Die afrikanische Teufelskralle krallt sich den Teufel. Zumindest gleichen ihre Wurzeln einem geistigen Wesen mit langen, krallenartigen Armen. Entsprechend lässt sich vermutlich auch erklären, wieso die Teufelskralle die Zutat des südafrikanischen «Ubulawu» ist. Dieser Trunk nutzt Schamanen, um luzides Träumen zu unterstützen und das Erinnerungsvermögen an den Traum zu steigern. Ausserdem ist sie ein Mittel der Weisheit und unterstützt den Selbstausdruck.
Bier ist die wohl bekannteste Art von Hopfen. Was ebenfalls die Mönche wussten und Bier wegen seiner anaphrodisischen Wirkung tranken. Sie wollten damit quasi den Versuchungen des Teufels und der damit verbundenen triebhaften Laster wiederstehen. Der Grund liegt an den Östrogenen des Biers, welche bei Männern mit chronischem Biergenuss zur Verweiblichung führt.